Anwendungsfall
Retrodigitalisierung
Historische Bestände werden digital nutzbar, wenn Erfassung, Strukturierung und Bereitstellung von Anfang an zusammengedacht werden.
Retrodigitalisierung macht gewachsene Bestände digital zugänglich: Bücher, Zeitschriften, Handschriften, Akten, Nachlässe, Karten, Pläne oder andere Materialien, die häufig nur vor Ort oder eingeschränkt nutzbar sind.
Dabei geht es nicht nur darum, Vorlagen zu scannen. Retrodigitalisierung verbindet schonende Erfassung, Qualitätssicherung, Struktur- und Metadatenerfassung, Ausgabeformate und die spätere Bereitstellung in einem nachvollziehbaren Prozess.
Bestände bewahren und digital nutzbar machen
Bibliotheken, Archive und Museen möchten ihre Bestände sichtbar machen, Forschung erleichtern und empfindliche Originale entlasten. Dafür müssen Digitalisate so entstehen, dass sie nicht nur als Bilddateien vorliegen, sondern fachlich beschrieben, strukturiert und in geeigneten Formaten weiterverwendet werden können.
Je nach Bestand spielen unterschiedliche Anforderungen eine Rolle: konservatorische Vorgaben, bibliografische oder archivische Metadaten, Seiten- und Strukturinformationen, OCR, Volltextsuche, Präsentationssysteme oder die Übergabe an Langzeitarchivierung und Portale.
Retrodigitalisierung braucht mehr als gute Scans
Historische Bestände sind oft heterogen. Unterschiedliche Formate, fragile Vorlagen, besondere Bindungen, alte Drucke, handschriftliche Ergänzungen oder uneinheitliche Strukturen machen die Digitalisierung anspruchsvoll. Gleichzeitig sollen die Ergebnisse für Forschung, Nutzung und Nachnutzung zuverlässig auffindbar und verständlich sein.
Ohne klaren Workflow entstehen schnell Medienbrüche: Scans, Metadaten, Strukturinformationen und Ausgabeformate werden getrennt bearbeitet und müssen später wieder zusammengeführt werden. Das kostet Zeit und erhöht das Risiko uneinheitlicher Ergebnisse.
Software für einen durchgängigen Retrodigitalisierungsprozess
Imageware bietet Software für Retrodigitalisierungsprojekte – von der Erfassung und Nachbearbeitung über Struktur- und Metadaten bis zur Ausgabe und digitalen Bereitstellung.
BCS-2 übernimmt die Erfassung, Nachbearbeitung, Indexierung und Ausgabe der Digitalisate. Die Software unterstützt klare Workflows, Qualitätsprüfung, OCR- und Indexfunktionen sowie die Übergabe in definierte Zielstrukturen.
mybib eDoc kann ergänzen, wenn Retrodigitalisierung als größeres Projekt gesteuert werden soll: mit Aufträgen, Bearbeitungsständen, Zuständigkeiten und dokumentierten Übergaben. So behalten Teams auch bei umfangreichen Beständen und mehreren Beteiligten den Überblick.
Für die spätere Präsentation oder Bereitstellung digitaler Sammlungen kann mybib eL eingesetzt werden. Die Plattform unterstützt frei zugängliche Inhalte ebenso wie geschützte oder sensible Digitalisate mit passenden Zugriffsszenarien.
Ein möglicher Ablauf
Bestand auswählen und vorbereiten
Materialien werden ausgewählt, geprüft und für die Digitalisierung vorbereitet. Dabei können konservatorische, fachliche und organisatorische Anforderungen berücksichtigt werden.
Vorlagen erfassen oder Images übernehmen
Bücher, Dokumente, Karten, Pläne oder andere Materialien werden gescannt. Bereits vorhandene Bilddateien können ebenfalls in den Workflow integriert werden.
Qualität sichern und Bilder nachbearbeiten
Digitalisate werden geprüft, zugeschnitten, gedreht, entzerrt und für die weitere Verarbeitung vorbereitet.
Struktur- und Metadaten ergänzen
Seiteninformationen, Gliederungen, bibliografische Daten, Signaturen oder weitere Metadaten machen die Digitalisate auffindbar und fachlich nutzbar.
OCR und Volltext vorbereiten
Je nach Material können OCR-Ergebnisse erzeugt und für durchsuchbare PDFs, Volltextrecherche oder nachgelagerte Systeme genutzt werden.
Ergebnisse ausgeben oder übergeben
Die fertigen Digitalisate werden in benötigten Formaten, Zielstrukturen oder Systemen bereitgestellt – etwa für Präsentationsplattformen, Portale oder Archivsysteme.
Digitale Sammlung präsentieren
Über mybib eL können ausgewählte Inhalte später online präsentiert oder in definierten Zugriffsszenarien bereitgestellt werden.
Bestände werden sichtbar, auffindbar und langfristig nutzbar
Mit Imageware-Software können Einrichtungen historische Bestände in strukturierten Digitalisierungsworkflows bearbeiten und für die weitere Nutzung vorbereiten. Digitalisate, Metadaten und Strukturinformationen lassen sich dabei in einem nachvollziehbaren Prozess zusammenführen.
So lassen sich historische Bestände besser zugänglich machen, empfindliche Originale entlasten und digitale Angebote aufbauen, die dauerhaft nutzbar bleiben.
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Ob historische Buchbestände, Archive, Nachlässe oder digitale Sammlungen: Wir unterstützen Sie bei der Gestaltung eines Software-Workflows, der zu Bestand, Nutzung und Zielsystemen passt.