Anwendungsfall
Elektronischer Lesesaal
Geschützte Digitalisate brauchen einen sicheren Ort, an dem sie kontrolliert bereitgestellt und komfortabel genutzt werden können.
Nicht alle digitalen Inhalte können frei im Netz bereitgestellt werden. Urheberrechtlich geschützte Werke, sensible Materialien, besondere Sammlungen oder historisch belastete Inhalte erfordern klare Regeln für Zugriff, Nutzung, Druck, Download und Dokumentation.
Ein elektronischer Lesesaal schafft dafür einen kontrollierten digitalen Nutzungsraum. Inhalte können gezielt für berechtigte Nutzerinnen und Nutzer oder definierte Arbeitsplätze bereitgestellt werden – ohne dass die Einrichtung auf digitale Nutzung verzichten muss.
Geschützte Inhalte digital nutzbar machen
Bibliotheken, Archive und Museen stehen häufig vor der Frage, wie sie digitale Inhalte bereitstellen können, die nicht frei veröffentlicht werden dürfen. Dazu gehören urheberrechtlich geschützte Werke, sensible Dokumente, Präsenzbestände, Unikate oder Materialien mit besonderen Nutzungsvorgaben.
Die Herausforderung besteht darin, digitale Nutzung zu ermöglichen und gleichzeitig Rechte, Schutzinteressen und institutionelle Vorgaben einzuhalten. Dafür braucht es Zugriffsszenarien, die präzise steuern, wer welche Inhalte unter welchen Bedingungen nutzen darf.
Zwischen Zugang, Schutz und Nutzungskomfort vermitteln
Ein einfacher Viewer reicht für geschützte Inhalte meist nicht aus. Es muss geregelt werden, ob Inhalte nur an bestimmten Arbeitsplätzen verfügbar sind, ob Nutzerinnen und Nutzer drucken oder herunterladen dürfen, ob Zugriffe zeitlich begrenzt werden und wie die Nutzung dokumentiert wird.
Gleichzeitig soll die Nutzung für berechtigte Personen komfortabel bleiben. Nutzerinnen und Nutzer müssen Inhalte lesen, navigieren und recherchieren können, ohne dass die Schutzmechanismen den Arbeitsfluss unnötig erschweren.
Besonders anspruchsvoll wird es, wenn freie und geschützte Inhalte gemeinsam verwaltet oder präsentiert werden sollen. Dann muss das System je nach Klassifizierung automatisch den passenden Zugriffskontext anwenden.
Kontrollierte Bereitstellung mit mybib eL
Imageware unterstützt elektronische Lesesaal-Szenarien mit einer Plattform, die Präsentation, Bereitstellung und Zugriffskontrolle verbindet. Inhalte können je nach rechtlichem, organisatorischem oder fachlichem Kontext frei zugänglich, eingeschränkt nutzbar oder nur an definierten Arbeitsplätzen verfügbar gemacht werden.
mybib eL ist die zentrale Lösung für den elektronischen Lesesaal. Die Plattform ermöglicht flexibel konfigurierbare Zugriffsszenarien, steuert Lese-, Druck- und Downloadrechte und unterstützt die sichere Bereitstellung geschützter digitaler Inhalte.
Inhalte können über eine WebApp oder DesktopApp genutzt werden. Je nach Konfiguration lassen sich Zugriff, Recherche, Navigation und Anzeige an den Nutzungskontext und das Erscheinungsbild der Einrichtung anpassen.
mybib eDoc kann die vorgelagerten Workflows steuern. Digitalisate können bereits im Prozess klassifiziert, mit Rechten versehen und anschließend an mybib eL übergeben werden.
BCS-2 unterstützt die Digitalisierung und Vorbereitung der Inhalte. Vorlagen werden gescannt, nachbearbeitet, strukturiert und in passenden Formaten für die weitere Bereitstellung ausgegeben.
Ein möglicher Ablauf
Inhalte auswählen und Nutzungskontext klären
Bestände, Titel oder Dokumente werden ausgewählt. Dabei wird geprüft, ob Inhalte frei, geschützt, sensibel oder nur eingeschränkt nutzbar sind.
Digitalisate erzeugen oder übernehmen
Materialien werden mit BCS-2 digitalisiert oder bereits vorhandene Digitalisate werden in den Prozess übernommen.
Inhalte klassifizieren
Digitalisate werden als frei, geschützt oder zugriffsbeschränkt eingeordnet. Daraus ergeben sich die passenden Lese-, Druck- und Downloadrechte.
Metadaten und Struktur ergänzen
Metadaten, Seiteninformationen, OCR-Daten oder weitere Strukturinformationen werden ergänzt, damit Inhalte recherchierbar und nutzbar sind.
Übergabe an mybib eL steuern
Über mybib eDoc können Aufträge, Bearbeitungsstände, Klassifizierung und Übergaben dokumentiert und gesteuert werden.
Zugriffsszenario konfigurieren
In mybib eL wird festgelegt, wer auf die Inhalte zugreifen darf, an welchen Arbeitsplätzen sie verfügbar sind und welche Nutzungsrechte gelten.
Inhalte kontrolliert bereitstellen
Nutzerinnen und Nutzer greifen über die passende Oberfläche auf die Inhalte zu. Zugriffe und Nutzungsrechte werden nach den Vorgaben der Einrichtung gesteuert.
Digitale Nutzung auch für geschützte Inhalte ermöglichen
Mit Imageware können Einrichtungen geschützte oder sensible Digitalisate kontrolliert bereitstellen, ohne sie frei veröffentlichen zu müssen. Nutzerinnen und Nutzer erhalten Zugang im passenden Nutzungskontext, während Rechte, Einschränkungen und institutionelle Vorgaben berücksichtigt werden.
Das entlastet Originale, erweitert Nutzungsmöglichkeiten und schafft einen sicheren Rahmen für digitale Bestände, die besondere Anforderungen an Zugriff und Bereitstellung stellen.
Lassen Sie uns über Ihren elektronischen Lesesaal sprechen.
Ob urheberrechtlich geschützte Werke, sensible Bestände oder definierte Leseplätze: Wir unterstützen Sie dabei, Anforderungen zu klären und ein Zugriffsszenario zu entwickeln, das zu Ihren Inhalten, Nutzergruppen und Vorgaben passt.
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